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Porsche 944 - Reparaturen Teil 7

Antriebsstrang - Kupplung, Zentralrohr, Getriebe, Radlager


... steht derzeit am Programm! Aufgrund von stärker werdenden Vibrationen und Geräuschen der Transaxle-Welle, sowie leichter Inkontinenz des Getriebes gibts heuer in der Winterpause die große Kur des Antriebsstrangs.

Klingt nach einer riesen Prozedur, ist aber durchaus auch für Hobby-Schrauber machbar. Allerdings ist eine Reparaturanleitung unabdingbar, da sich die Transaxle-Bauweise des 944 doch sehr von der üblichen Bauform (Motor und Getriebe vorn) unterscheidet, und manche Arbeitsschritte nicht selbsterklärend, bzw. sofort ersichtlich sind.

Zum Antriebsstrang des Porsche 944:
Motor (4-Zylinder längs eingebaut) und Kupplung vorne, Transaxle-Welle, Getriebe (5-Gang manuell) an der Hinterachse.
Die Transaxle-Welle läuft im Zentralrohr, welches fest an Motor und Getriebe angeflanscht ist. D.h. Motor und Getriebe sind fest miteinander verbunden und somit gemeinsam aufgehängt. Motor und Getriebe haben jeweils zwei Aufhängungen (jüngere Fahrzeuge haben nur noch eine Getriebeaufhängung).

1) Demontage des Getriebes:


Zur Vorbereitung des Getriebeausbaus wird zunächst der Auspuff demontiert. Auch Zentralrohr und Kupplung werden noch ersetzt, also muss der Auspuff ab dem Krümmer komplett ausgebaut werden.
Das Gute bei einem Auto das nicht im Salz gefahren wird: die Schrauben gehen alle auf - sogar die vom Auspuff!

Danach folgt das Abschrauben der Antriebswellen vom Getriebe. Diese können dann mit Draht hochgebunden werden, oder man demontiert sie vollständig, um mehr Platz beim Schrauben zu haben.

Weiters sind alle zum Getriebe führenden Kabel abzustecken - in unserem Fall nur der Schalter der Rückfahrscheinwerfer, bei späteren Baujahren auch der Tachogeber.

An der Oberseite des Getriebes kann jetzt die Schaltstange gelöst werden. Dazu muss eine Gummimanschette nach hinten geschoben werden, bis eine mit Draht gesicherte Klemmschraube sichtbar wird. Diese ist zu lösen und die Schaltstange kann dann dort vom Getriebe getrennt werden.

Jetzt gehts im Innenraum weiter. Der Schalthebel wird demontiert, und zwar indem man den Knauf abschraubt, die beiden Lederstulpen abnimmt (es gibt eine äußere und eine innere Stulpe), die Schaltstange vom Schalthebel trennt, und zwei Schrauben unter dem Dämmstoff löst. Die Schaltstange muss jetzt leicht verdreht werden, und ca. 30 cm (!) nach vorne, unter das Blech geschoben werden. Die Dämmung ist dabei im Weg und muss etwas auf die Seite gedrückt werden. Die Schaltstange ist weit genug vorne, wenn sie nicht mehr ins schwarze Kunststoffrohr am Getriebe hineinragt.

Als nächstes sind die beiden Gummiabdeckungen der Montagefenster an der Getriebeglocke herauszunehmen. Beim Blick durch die Öffnungen erkennt man eine Klemmhülse, mit der die Transaxle-Welle mit der Getriebewelle verbunden ist (siehe auch Fotos unter 'Multimedia'). Durch Weiterdrehen des Motors an der Zentralschraube (24iger Nuss, immer nach rechts drehen!) dreht man die beiden Klemmschrauben an die Position, an der der Imbusschlüssel angesetzt werden kann. Nach Herausnehmen der beiden Schrauben schiebt man die Hülse ganz nach hinten (zum Getriebe).
Mit einem Griff durch das große Montagefenster der Getriebeglocke erreicht man das scharze Kunststoffrohr und kann es so weit nach hinten schieben, dass es beim Herablassen des Getriebes nicht abgeschert wird.

Nun kann auch schon der Getriebeheber darunter, bzw. wie in unserem Fall der Wagenheber. Das Getriebe jetzt minimal anheben und mit einem Stück Holz o.ä. das Zentralrohr am Hinterachsrohr unterlegen.

Jetzt können die Schrauben am Flansch Getriebe / Zentralrohr, sowie die der Getriebeaufhängungen gelöst werden. Das Getriebe jetzt langsam, gerade herablassen. Das Zentralrohr liegt jetzt satt am zuvor erwähnten Holzstück auf.
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